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Pressemitteilung Günzburger Bürgerliste (GBL) und Bündnis90/Die Grünen Ortsverband Günzburg

Bei einer ersten gemeinsamen Klausurtagung der Mitglieder der Günzburger Bürgerliste (GBL) und des Ortsverbandes Günzburg von Bündnis90/Die Grünen haben die Teilnehmenden eine Bilanz der ersten zwei Jahre als gemeinsame Fraktion im Stadtrat gezogen und die Schwerpunkte für die kommende Zeit im Stadtrat diskutiert.
„Wir konnten in den ersten zwei Jahren einige uns wichtige Themen in den Stadtrat bringen. Vom erfolgreichen Einsatz für die PV Anlage neben der Autobahn, der leider nicht erreichten Erstellung einer Baumschutzsatzung, – einer der schwärzesten Tage in meiner sehr langen Laufbahn als Kommunalpolitikerin-bis zur Förderrichtlinie für Grün in den Gärten.
Verschiedene Anträge
sind noch in Bearbeitung bei der Verwaltung, z.B. die Anträge Photovoltaik auch auf Altstadtdächern zuzulassen, für eine Satzung zur Gestaltung der Freiflächen bei Neubauten, das Ökokonto fortzuschreiben. Hier hoffen wir auf baldige Ergebnisse. Insgesamt haben wir grüne Themen nach vorne gebracht,“ so die Fraktionsvorsitzende Angelika Fischer in ihrem Bericht. Ein großer Schritt für die Stadt ist das neue, detaillierte und erfreulicherweise einstimmig beschlossene Klimaschutzkonzept. „ Wir hoffen, dass sich alle daran erinnern, was beschlossen wurde, wenn es an die konkrete Umsetzung geht“ sagt Stadträtin Birgit Rembold.

Erfreulich sind auch die geplanten Projekte z.B. die Fahrradstadt Günzburg.
„Beispielhaft wie hier das Klimaschutzmanagement und das Bauamt die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch unsere sehr konkreten Vorschläge aufgenommen hat!“ freut sich Stadtrat Martin Endhardt.

„Die Kitaoffensive ist einer der wichtigen nächsten Schritte für das familienfreundliche Günzburg. Hier sollten wir nachhaltige, kostensparende und trotzdem kindgerechte Kindertagesstätten errichten, die der Selbstverpflichtung der Stadt, eigene Bauten nur in
Passivhausbauweise oder gleichwertigem Standard zu bauen, auch wirklich entsprechen. Energieautark zu werden ist nicht erst durch den Krieg in der Ukraine und die Abhängigkeit von Russlands Gas und Öl oberstes Gebot“, meint Baufachmann Endhardt.
Ein weiteres, die Fraktion und Mitglieder beider Gruppen beschäftigendes Thema ist der sichtbare Verlust von Großbäumen in Günzburg. Nahezu jede Baumaßnahme im Stadtgebiet vernichtet unwiederbringliches Grün. „Das sind unerträgliche Verluste für die Biodiversität in unserer Stadt. Es stirbt nicht nur ein alter Baum, sondern mit ihm viele Lebewesen, Tiere und Pflanzen, vom Verlust für das Stadtklima und das Klima
insgesamt gar nicht zu sprechen“ berichtet Bernhard Lohr über die aktuellen Baumfällungen zugunsten von maximalen Bebauungen. „Wir tragen das Prinzip der Innenstadtverdichtung aus Überzeugung mit, denn es ist das beste Mittel für sparsamen Flächenverbrauch und mehr Wohnraum in der Innenstadt. Aber es darf nicht zu Lasten der Umwelt sein. Grünplanung als Teil des Bauplanes wird oft genug nicht oder nur mangelhaft umgesetzt. Deshalb haben wir die dringend nötige Satzung beantragt, die die Gestaltung der Fläche um einen Neubau verbindlich regelt“ so Bernhard Lohr.


„Warum wird so wenig an die nachfolgenden Generationen gedacht? Manche Bauherren haben anscheinend weder Kinder noch Enkel und ich frage mich wirklich, wer will denn in diesen „Wohnwelten“ aus Stein wohnen, ohne ökologisch wertvolles Grün. Kirschlorbeer und ähnliches Pflegeleichtes sind doch kein Ersatz für einen alten Apfelbaum,“ wundert sich Stadträtin Jutta Reiter. „Leider ist unser Einsatz für Bäume bitter nötig und der Erhalt von Grün in der Stadt ist und bleibt eines unserer wichtigsten Anliegen!“ fasst Jutta Reiter einen Schwerpunkt der Stadtratsarbeit zusammen.



Viel Luft nach oben ist nach Ansicht der GBL/Grüne Fraktion bei der Einhaltung der städtischen Satzungen. „Viel zu oft geraten Barrierefreiheit und Begrünungsverpflichtung ins Hintertreffen. Auch hierauf werden wir viel Augenmerk legen müssen“.

Den Blick in die Zukunft richtet der Vorsitzende der Grünen Günzburg Carsten Pothmann: „Wir freuen uns über den Mut der Stadt sich für die Landesgartenschau zu bewerben. Die nachhaltige Verbindung von Flüssen und Grünanlagen und auch die Entwicklung des Geländes am Auweg unter ökologischen Gesichtspunkten sind sicher Aufgaben, für die die Landesgartenschau einen großen Schub bedeuten kann. Wir werden dieses Engagement kritisch, aber positiv begleiten.“ Es ist beiden Gruppierungen wichtig, dass Pläne nicht ohne rechtzeitige Beteiligung von Betroffenen gemacht werden. Eine schöne Idee wäre aus Sicht von GBL/Grünen die Nutzung der lebendigen ökologischen Landwirtschaft in der Stadt als Teil der Landesgartenschau, ohne sie für die Schau zu verändern. „Wer hat schon eine Wiese mit wunderbaren alten Bäumen, auf der auch noch Kühe grasen?“

Bedürfnisse der jungen Leute
sollen unabhängig von den schon kursierenden Wünschen für die Landesgartenschau berücksichtigt werden. Ein Bauwagen z.B. am Skaterplatz und eine Aufwertung des Geländes mit noch mehr Sportmöglichkeiten könnte den Jugendlichen die Möglichkeit bieten sich zu treffen. „Aber ein echter Jugendtreff in einem der vielen leerstehenden Gebäude in der Stadt ist der eigentliche Wunsch, „betont Vorstandsmitglied Stephan Deak. Auch der Ausbau von Spielplätzen an gut zu erreichenden und einsehbaren Orten mit Spielgeräten für Kinder aller Altersgruppen-oft gibt es ja sowohl Kleinkinder wie auch Schulkinder in einer Familie- ist ein wichtiges Anliegen. „Lieber weniger, dafür größere und besser ausgestattete Plätze wäre unsere Vorstellung einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt, „meint der Pädagoge und Familienvater Deak.

Die Günzburger Bürgerliste kurz GBL genannt, hat eine mehr als 30-jährige Geschichte und ist aktuell mit fünf Sitzen im Stadtrat der Großen Kreisstadt Günzburg vertreten.

Angelika Fischer, Birgit Rembold, Martin Endhardt, Jutta Reiter und Bernhard Lohr vertreten in dieser Legislaturperiode die GBL im Stadtrat.

Unser Vorstand